Ingo Thies
2007-05-06 12:09:18 UTC
Hi,
In der Hoffnung, dass noch nicht alle ernsthaften Schreiber und Leser
von der jüngsten Trollinvasion vergrault worden sind, hier nochmal eine
ernsthafte Anfrage eines interessierten Laien:
Gestern habe ich wieder das "Rhein-in-Flammen"-Feuerwerk genießen
dürfen. Neben der aufwendigen Koordination zur Musik haben mich auch die
sicht-, hör- und spürbaren Effekte einzelner Bomben beeindruckt.
Gleich zu Beginn gab es einen großen Blitzknall-Effekt, der AFAIK sogar
der lauteste Knall im ganzen Feuerwerk war. Der Blitz hinterließ ein
Nachleuchten in meinen Augen von schätzungsweise 1-2 Vollmondscheiben
Durchmesser. Bei ca. 300-400 m Raumdiagonale Entfernung, geschätzt
anhand der Schallverzögerung (ca. 1 s), entspricht das einem Feuerball
von 3-8 m Durchmesser. Der Knall war nicht nur hörbar (sehr "voluminös",
als mit reichlich "Bass", aber dennoch scharf), sondern auch spürbar am
ganzen Körper. Ich bilde mir sogar ein, einen schwachen Windstoß gespürt
zu haben etwa in der Art, wenn man als Beifahrer im Auto sitzt (rechte
Tür/Fenster offen) und der Fahrer die Fahrertür zuschlägt.
Frage: Wie groß mag wohl diese BK-Ladung gewesen sein? Welche Gewichte
bekommt man mit den typischen Abschussrohren maximal in den Himmel
(immerhin muss das Rohr ja den gewaltigen Druck und die Bombe die
Beschleunigung) aushalten.
Noch eine Frage zur Koordination: Die Effekte sollen ja möglichst gut
zur Musik koordiniert werden. Ich nehme mal an, dass die Koordination
hauptsächlich bezüglich der optischen Effekte und der Musik geschieht,
so dass Laufzeitverzögerungen allenfalls der Lautsprecher zum Publikum
auftreten. Inwiefern werden aber auch die (die Musik deutlich
übertönenden) Geräusche der Bomben da mit einbezogen? Oder sind die mehr
ein unvermeidbarer Nebeneffekt, der aber bei der zeitlichen Abfolge eher
von untergeordneter Bedeutung ist?
Schließlich noch: Ich hatte den Eindruck, dass die Kugelbomben nicht
senkrecht vom Abschussschiff (ich vermute, es war ein Frachter, der vor
dem Rheinufer festgemacht hat; oder wurden auch Effekte von Land aus
abgeschossen?), sondern schräg in Richtung der Zuschauer geschossen
wurden. Darauf deutet auch die geschätzte Entfernung hin (das Rheinufer
war nämlich eher 400-500m entfernt, wenn ich meinen Standort nicht grob
falsch in Erinnerung habe). Wenn ja, inwieweit gibt es dabei
sicherheitstechnische Bedenken? Man stelle sich vor, eine Kugelbombe
zündet nicht planmäßig, sondern erst verspätet, etwa wenn sie sich
bereits dicht über über den Köpfen der Zuschauer oder gar schon am Boden
befindet. Versucht man, die ballistische Flugbahn in ungefährliche
Gebiete (z.B. eines der vielen Gewässer in der Rheinaue) zu lenken,
damit ein etwaiger Blindgänder im Idealfall einfach ins Wasser fällt?
In der Hoffnung, dass noch nicht alle ernsthaften Schreiber und Leser
von der jüngsten Trollinvasion vergrault worden sind, hier nochmal eine
ernsthafte Anfrage eines interessierten Laien:
Gestern habe ich wieder das "Rhein-in-Flammen"-Feuerwerk genießen
dürfen. Neben der aufwendigen Koordination zur Musik haben mich auch die
sicht-, hör- und spürbaren Effekte einzelner Bomben beeindruckt.
Gleich zu Beginn gab es einen großen Blitzknall-Effekt, der AFAIK sogar
der lauteste Knall im ganzen Feuerwerk war. Der Blitz hinterließ ein
Nachleuchten in meinen Augen von schätzungsweise 1-2 Vollmondscheiben
Durchmesser. Bei ca. 300-400 m Raumdiagonale Entfernung, geschätzt
anhand der Schallverzögerung (ca. 1 s), entspricht das einem Feuerball
von 3-8 m Durchmesser. Der Knall war nicht nur hörbar (sehr "voluminös",
als mit reichlich "Bass", aber dennoch scharf), sondern auch spürbar am
ganzen Körper. Ich bilde mir sogar ein, einen schwachen Windstoß gespürt
zu haben etwa in der Art, wenn man als Beifahrer im Auto sitzt (rechte
Tür/Fenster offen) und der Fahrer die Fahrertür zuschlägt.
Frage: Wie groß mag wohl diese BK-Ladung gewesen sein? Welche Gewichte
bekommt man mit den typischen Abschussrohren maximal in den Himmel
(immerhin muss das Rohr ja den gewaltigen Druck und die Bombe die
Beschleunigung) aushalten.
Noch eine Frage zur Koordination: Die Effekte sollen ja möglichst gut
zur Musik koordiniert werden. Ich nehme mal an, dass die Koordination
hauptsächlich bezüglich der optischen Effekte und der Musik geschieht,
so dass Laufzeitverzögerungen allenfalls der Lautsprecher zum Publikum
auftreten. Inwiefern werden aber auch die (die Musik deutlich
übertönenden) Geräusche der Bomben da mit einbezogen? Oder sind die mehr
ein unvermeidbarer Nebeneffekt, der aber bei der zeitlichen Abfolge eher
von untergeordneter Bedeutung ist?
Schließlich noch: Ich hatte den Eindruck, dass die Kugelbomben nicht
senkrecht vom Abschussschiff (ich vermute, es war ein Frachter, der vor
dem Rheinufer festgemacht hat; oder wurden auch Effekte von Land aus
abgeschossen?), sondern schräg in Richtung der Zuschauer geschossen
wurden. Darauf deutet auch die geschätzte Entfernung hin (das Rheinufer
war nämlich eher 400-500m entfernt, wenn ich meinen Standort nicht grob
falsch in Erinnerung habe). Wenn ja, inwieweit gibt es dabei
sicherheitstechnische Bedenken? Man stelle sich vor, eine Kugelbombe
zündet nicht planmäßig, sondern erst verspätet, etwa wenn sie sich
bereits dicht über über den Köpfen der Zuschauer oder gar schon am Boden
befindet. Versucht man, die ballistische Flugbahn in ungefährliche
Gebiete (z.B. eines der vielen Gewässer in der Rheinaue) zu lenken,
damit ein etwaiger Blindgänder im Idealfall einfach ins Wasser fällt?
--
Gruß,
Ingo
Gruß,
Ingo